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Liebe Besucher,
mit diesem Büchlein möchte ich Gläubige - vielleicht auch Sie - gewinnen, mit mir die 'Gemeinde Jesu' sehnsüchtig zu erwarten.
Den Namen 'Gemeinde Jesu' habe ich mir nicht ausgedacht. Er ist vielmehr aus einer Prophetie - oder nennen Sie es ein Wort des Herrn - abgeleitet, welches ich im Herbst 2007 in einer größeren christlichen Versammlung gehört habe. Es erfolgte in dem Stil "Ich, Jesus, ... ", in welchem es u.a. hieß: "Ihr Pastoren und Leiter, gebt mir meine Gemeinde zurück!" - 'Meine Gemeinde' aus der Sicht Jesu, und aus unserer Sicht 'Gemeinde Jesu'.
Weil es sich hier um eine Gemeinde handelt, die für Jesus verloren gegangen ist, bemühte ich mich, diesen Verlust in der Geschichte der Christen aufzusuchen. Ich habe festgestellt, daß es sich dabei nicht um einen plötzlichen Verlust handelt sondern um ein allmähliches Abdriften aus der Gegenwart Jesu. Ich zeige diesen Vorgang in einer knappen, auf die Darstellung dieses Vorganges abgestellte Darlegung der Geschichte der Christen auf. Damit zeichne ich zugleich einen ersten Umriß der Gemeinde Jesu, den ich nachfolgend fülle. Dazu lege ich Ihnen zunächst die Struktur der Gemeinde vor, wie ich sie aus den Sieben Sendschreiben der Offenbarung ableite. Sodann möchte ich das Wesen und Leben dieser Gemeinde darstellen, indem ich Worte von Jesus und von Paulus betrachte, welche in dieses Thema passen.
Die so entstandene Darlegung habe ich nicht streng systematisch gegliedert. Hätte ich das getan, wäre vielleicht manches Gesagte nicht zur Sprache gekommen, weil es nicht in die Systematik paßte. Auch biete ich Ihnen am Ende keine Zusammen- fassung. Das würde mir nie in zufriedenstellender Weise gelingen, denn jeder Mensch hat entsprechend seiner Anlagen eine eigene Sicht, sei es die eines Lehrers, Propheten oder ... . Ich bitte Sie folglich, sich am Ende Ihr eigenes zusammen- fassendes Bild zu erstellen und hoffe nur, Ihnen dafür ausreichendes Material zur Verfügung zu stellen.
Wenngleich ich die Forderung Jesu, seine Gemeinde zurückzuerhalten, in 2007 original gehört habe, so ist das Thema von der ‘verlorenen Gemeinde’ nicht neu unter den Christen. Bereits 1987 hat Hartwig Henkel ein Buch mit dem Titel "Gebt mir meine Gemeinde zurück" veröffentlicht. Was sich daraufhin in den Gemeinden Land auf, Land ab getan hat, um diesem Auftrag gerecht zu werden, ist schwer abzuschätzen. Sicherlich war es aber in den Augen Jesu nicht ausreichend, wenn er in dieser Zeit das Thema neu anschneidet. Ich meine aber, wir sollten daraufhin nicht in einen unaufhaltbaren Aktionismus verfallen, um ihm zu genügen. Vielmehr scheint es mir wichtig, in der allgemein herrschenden Selbstbehauptung unserer Persönlichkeiten die mangelnde Hingabe in die Erlösung zu erkennen, die Jesus uns am Kreuz auf Golgatha errungen hat. Haben wir diese Erkenntnis gewonnen und sehnen uns dann vor Jesus dringlich nach der Wandlung in diese Erlösung, so können wir der verwandelnden Kraft des Geistes Gottes zur Überwindung des natürlichen Wesens gewiß sein. Auf dem Weg dahin werden die Pastoren und Leiter den Gläubigen helfen, wie es Jesus in seiner Rückforderung ausdrücklich gesagt hat.
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